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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 1.204 mal aufgerufen
 Bayer 04 Leverkusen
Seiten 1 | 2
superwotan Offline

Erleuchteter

Beiträge: 1.206

21.11.2006 15:45
ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Leverkusen – Die Bayer-Krise – so langsam erreicht sie die Verantwortlichen. Nachdem Leverkusen auch dem 1. FC Nürnberg zum Ende seiner Ergebniskrise verholfen hat, gibt es nun erste Konsequenzen.

Die angekündigte kurzfristige Vertragsverlängerung für Trainer Michael Skibbe ist vom Tisch. „Vor dem Winter passiert da sicherlich nichts“, sagt der Konzern-Beauftragte Meinolf Sprink.

Und auch Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der schon im Sommer mit Skibbe verlängern wollte, führt plötzlich doch den Leistungsgedanken in die Diskussion ein. „Die Trainerfrage ist nie losgelöst von den Ergebnissen. Wir sind zwar im Umbruch und messen den Trainer nicht nur an der Tabelle. Aber die Autonomie hat Grenzen.“

Heißt auf Deutsch: Es gibt doch keinen Persilschein für den Trainer. Skibbe braucht Punkte. „Ich weiß selbst, dass die Situation unbefriedigend ist. An den sechs Niederlagen gibt es nichts rumzudeuteln“, zeigt sich der Trainer, der bisher vergeblich versucht, Konstanz in seine Truppe zu bringen, selbstkritisch.

Holzhäuser schlägt Alarm. „Wir haben einfach zu wenig Zählbares bisher eingefahren. Aber wir diskutieren das intern – wir reden mit dem Trainer und nicht über den Trainer.“

Die Probleme für den Bayer-Boss: „Wir haben eine Reihe von jungen Spielern und an den Schaltstellen arrivierte, erfahrene Profis. Wenn die eine Schwächephase durchlaufen, bekommen wir Probleme.“ Neben dem beständigen (und in Nürnberg verletzten) Bernd Schneider hängt Wohl und Wehe der Bayer-Elf von Sergej Barbarez ab. Doch beim Bosnier wechseln sich Licht und Schatten allzu oft ab.

Das muss sich bessern. Sportchef Rudi Völler: „Gegen Cottbus muss die Hütte brennen.“ Ein Sieg soll her. Skibbe: „Wir wollen bis zum Winter den Anschluss ans obere Drittel herstellen.“ Sonst hat Bayer auch wenig Grund, seinen Kontrakt zu verlängern ...
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"Wenn einer nen dicken Haufen legt, dann kann ich nicht sagen: Mhhmm, das ist ja mal lecker Schoko-Pudding!"

Brdarics Frisör Offline

Lehrling


Beiträge: 29

21.11.2006 16:11
#2 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Die sind drauf und dran, alle Kölner Farcen (heißt das so?) zu toppen.

Ach ja: Und diesen Holzhäuser kann ich nicht mehr ertragen, diesen fiesen Möpp und alles...
"Herr Ober, dürfen WIR Ihnen was bringen?"

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

21.11.2006 16:18
#3 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Och, ich finde das gar nicht so schlimm, von wegen Farce und so. Ich finde vielmehr, dass es ziemlich ruhig ist im Blätterwald. Man hört doch gar nicht wirklich was über Bayer. Nicht mal die Medienheinis wissen was sie vom Bayer halten sollen.

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Die Wirklichkeit ist ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt.

Jorgito Offline

Erhabene(r)



Beiträge: 419

21.11.2006 16:41
#4 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Bernie, ich glaube eher, dass das Interesse an Bayer mehr und mehr schwindet. Leider!!! Der Bayer hatte schon immer ein Imageproblem, selbst in der grossen Erfolgsphase haben die Medien häufig versucht noch das Haar in der Suppe zu finden (ewiger Zweiter und so). Nun wo die Truppe ins Mittelmass absinkt, interessiert sich ausserhalb von Lev. doch fast keine Sau mehr für den Bayer. Und international spielt der Bayer so uns so keine Rolle mehr. Nur, das haben Holzhäuser und Co. noch nicht erkannt. Und ausserdem verstehe ich auch gar nicht, wie man auf die Schappsidee kam und dem Skibbe nun jetzt schon eine verlángerung anzubieten, aber das hatten wir schon mal diskutiert.
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Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien.

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

21.11.2006 16:52
#5 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Zitat von Jorgito
Bernie, ich glaube eher, dass das Interesse an Bayer mehr und mehr schwindet. Leider!!! Der Bayer hatte schon immer ein Imageproblem, selbst in der grossen Erfolgsphase haben die Medien häufig versucht noch das Haar in der Suppe zu finden (ewiger Zweiter und so).


Na, die könnten den Bayer ja auch in den Dreck trampeln, durch den Kakao ziehen, sich lustig machen, sich das Maul zerreißen und Intrigen spinnen. Aber nicht mal das passiert. Und das finde ich momentan ganz gut. Die sind eben auch nicht in der Schusslinie. Ob es jetzt allgemein schwindendes Interesse ist oder die momentane Bedeutungslosigkeit wegen des Aufenthalts in der Grauzone der Liga - ist mir fast wurscht. Die Ruhe ist prinzipiell Voraussetzung für ungestörtes Arbeit an zukünftigen (ausbleibenden?) Erfolgen.



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Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

21.11.2006 16:57
#6 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Zitat von Brdarics Frisör
Ach ja: Und diesen Holzhäuser kann ich nicht mehr ertragen, diesen fiesen Möpp und alles...


DEN habe ich allerdings auch gefressen. Der ist für mich der personifizierte Unsympath. Möglicherweise gibt es ja auch Dinge, die er richtig macht. Aber dann bekommt die Öffentlichkeit das nicht mit. Er muss natürlich auch einen immer knapper werdenden Etat verwalten. Aber auch das kann man nach außen anders darstellen.

Der macht auf mich immer den Eindruck, als wenn er sich überhaupt nicht für Fußball interessieren würde. Kann das sein, dass das tatsächlich so ist?

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dschwalli Offline

Strebsamer Geist



Beiträge: 188

21.11.2006 20:03
#7 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

In Antwort auf:
ich glaube eher, dass das Interesse an Bayer mehr und mehr schwindet. Leider!!! Der Bayer hatte schon immer ein Imageproblem, selbst in der grossen Erfolgsphase haben die Medien häufig versucht noch das Haar in der Suppe zu finden (ewiger Zweiter und so). Nun wo die Truppe ins Mittelmass absinkt, interessiert sich ausserhalb von Lev. doch fast keine Sau mehr für den Bayer.


Zu dem Thema habe ich grad was im hattrick-Forum geschrieben, denke im übrigen, dass es so ist wie im von mir zitierten Artikel. D. h., dass Bayer in der Zeit eigentlich kein Imageproblem hatte, v. a. nicht in der Hauptzielgruppe:

"Genau das ist ein Riesenproblem für den Verein. Zwischen 1996-2002, mit Abstrichen auch noch 2003/2004 hat sich Bayer 04 mit attraktivem und erfolgreichem Fußball einen guten Namen gemacht. Inklusive der Zeit davor mit Schuster, Völler & Co. ("Zirkusmief") stand der Verein über ein Jahrzehnt in den Schlagzeilen (egal ob positiv oder negativ). In der Zeit ist das Fanpotential extrem angestiegen, v. a. auch außerhalb von Leverkusen. (Da gab es mal so einen netten Artikel ich glaub bei Spiegel online zu: (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,408069,00.html)). Aber durch das perspektivlose Gekicke und die komplett fehlende Vereinsstrategie geht das alles den Bach runter. Stadionausbau können die sich sparen.

Samstag habe ich trotz meiner derzeitigen Emotionslosigkeit ziemlich lang mit 3 Kumpels darüber diskutiert. Und anfangs wurde dann das Argument gebracht, die hätten halt nicht mehr das Geld wie früher. Das stimmt natürlich auch. Aber es fehlt eben nicht nur Geld sondern auch ein Konzept. Und das brauch man erst Recht, wenn weniger Geld in der Kasse ist. Einer meiner Kumpels brachte dann das Beispiel Werder Bremen. Die sind grundsätzlich mit uns vergleichbar:

Ok, Stadt und Stadion sind beide etwas größer, aber dennoch hat Bremen nicht dieselben Voraussetzungen wie München, Köln, Hamburg oder Berlin. Aber auch nicht den Mediendruck, wie die Vereine in den 4 genannten Städten. Und hier schließt sich der Kreis, auch Bayer hat nicht diesen Mediendruck (wenn überhaupt Druck durch das Werk, aber nicht durch die Medien). D.h. normalerweise könnte man genauso in Ruhe etwas aufbauen, wie es die Bremer jetzt seit 20 Jahren machen (und erst Recht mit den immer noch recht üppigen Bayer-Millionen im Rücken, die Werder nicht hat). Seit deren Wiederaufstieg spielen die grundsätzlich dasselbe System, kaufen immer die Spieler für das System ein und nicht Spieler, nach denen das System geändert werden muss (Barbarez!). Bei kurzfristigen Misserfolgen wird an Trainer und Management festgehalten (2 Manager in 20 Jahren Lemke, Allofs), 3 Trainer in 20 Jahren Rehagel, De Mooss, Schaaf. Nur der Holländer wurde gekippt, weil er nicht am System festhalten wollte und keinen Erfolg damit hatte. Die geben auch alle paar Jahre ihre besten Männer ab: Pizarro, Ailton, Ismael, Micoud, um nur ein paar zu nennen. Dennoch haben sie die immer adäquat durch preiswertere, ins System passende Spieler ersetzt.

Bei uns dagegen ist bis heute immer noch kein Ersatz für Emerson, Beinlich oder Ballack im Team. Ballack musste damals praktisch über nacht die Rolle der beiden anderen übernehmen. Es war pures Glück, dass das so gut geklappt hat und 2002 fast die Krönung mit sich gebracht hätte. Aber danach gingen die Fehlgriffe erst so richtig los. Millionen in den Sand gesetzt für Simak, Franca (ok, der war kein Totalflopp) und andere. Alles tolle Fußballer, aber alles keine Leute, die hierhin passten. Gleichzeitig haben wir längst den Wettbewerbsvorteil auf dem brasilianischen Markt verloren: Seit Juan ist kein junger Brasilianer mit Perspektive mehr verpflichtet worden und das waren früher immer die Spieler, die dem Verein nach 2-3 Jahren guter Leistungen die Kassen voll gemacht haben, um adäquaten Ersatz zu besorgen. (Selbst die sportlichen Flops wurden immer zumindest +/- Null wieder vertickert).

Es werden also überall im Verein Fehler gemacht. Ok, das mit den Brasilianern hat auch mit dem Tod von Prellwitz zu tun, aber nur weil der nicht mehr da ist, finden die keine Spieler mehr? Aber keiner analysiert mal die Situation, zeigt die Fehler auf und entwirft mal ein Gegenkonzept.

Ganz im Gegenteil: Man hat das Gefühl, dass es allen (v. a. dem Konzern) recht ist, wenn das Experiment Bayer 04 langsam ausläuft, so wie Bayer 05 Uerdingen, Damen- und Herren-Basketball und Tennis zuvor. Den Werbewert sehen die nicht mehr und daher gibt es auch keine Vision mehr."




superwotan Offline

Erleuchteter

Beiträge: 1.206

21.11.2006 22:09
#8 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

wow, coole analyse! ist ja fast schon druckreif. bin ja nicht so in der bayer-materie drinne, aber das konnte ich alles gut nachvollziehen und stimme dem auch so zu! das werder-konzept gefällt mir als neutralem auch seit jahren sehr gut (vor allem, da die trotz allem gegen den vfb meistens recht schlecht aussehen.. ).
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Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

21.11.2006 22:27
#9 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Ist schon ein guter Kommentar. Aber Bayer und Werder sind natürlich trotzdem "Äpfel und Birnen". Ich wünsche mir auch vieles von den Bremern: Vor allem die Kontinuität des Systems, die im Kommentar erwähnt wurde.
Bei Bayer dürfen aber sicherlich viel mehr Leute mitquatschen und bestimmen. Z. B. die Geldgeber. Risikobereitschaft bleibt da oft ein Fremdwort. Ich sach ma als Stichwort "Jugendarbeit" bzw. eben der Übergang von Spielern aus der erfolgreichen Jugendabteilung in den bezahlten Fußball. Das klappt bei Bayer so gut wie gar nicht.

Man muss kein Werder-Fan sein, um zu erkennen, dass Werder eben ein einfach gut geführter Klub ist. Da kann man nur neidisch sein.

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dschwalli Offline

Strebsamer Geist



Beiträge: 188

21.11.2006 23:23
#10 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Das mit der bescheidenden Integration von Jugendspielern in den A-Kader nervt mich auch schon seit Jahren an. Da hat man seit Ewigkeiten eine Jugend, die zu den Top-5 in Deutschland gehört und wie oft hat es mal einer aus der Bayer-Jugend in den Profikader oder sogar in die Nationalmannschaft geschafft? Letzteres hat glaube ich nur Knut Rheinhardt vollbracht. Da sind uns Bremen, aber v. a. der VfB und Bayern Lichtjahre voraus.

Ich denke, das mit den vielen Köchen verderben den Brei, passt bei Bayer ganz gut. Lange Jahre hat halt der Calli alles irgendwie in eine (nicht immer tolle) Richtung getrimmt, aber selbst der musste Abstriche machen. Aber mittlerweile reden echt zu viele (ahnungslose) Leute mit.

Nur:
Gerade das Festhalten an einem bestimmten System gemischt mit einer guten Jugendarbeit, sind doch irgendwie die Garanten für finanziell eher mittelmäßig ausgestattete Vereine, um dauerhaft national (und teilweise auch international) mithalten zu können. Neben Bremen fallen mir da spontan noch AJ Auxerre und Ajax Amsterdam ein. Letztere halten sich mit ein paar Jahren Auszeit genauso lang wie die Bayern in der (inter)nationalen Spitze, obwohl sie finanziell mit dem PSV Eindhoven nicht mithalten können (was angesichts von Stadion- und Stadtgröße ja an sich ein Widerspruch ist).

Alle anderen deutschen Vereine, die eben nicht dauerhaft (ich nenne es mal nachhaltig) auf ein System setzen, halten gerade einmal maximal 10 Jahre mit den Bayern mit, verschulden sich dabei dauerhaft und verschwinden die nächsten 10-20 Jahre im Nirwana. Beispiele: Gladbach (70-79), der FC (77-88) mit Abstrichen, HSV (79-84), VfB (79-84), BVB (92-97), Bayer (97-2002) und jetzt will es Schlacke versuchen. (Lautern nehme ich trotz der beiden Titel raus, weil die meist ihr Niveau direkt nach dem Titelgewinn nicht halten konnten und der jeweilige Titel aus dem Nichts kam). Auch auf niedrigere Ebene gibt es mit dem SC Freiburg ein Bsp., was man mit bescheidenden Mitteln erreichen kann. Ok, derzeit passt es halt nicht, aber dauerhaft macht das Freiburger Modell für diesen Verein Sinn. Also, meiner Meinung nach ist das nachhaltig auf ein System setzen der einzig vielversprechende Weg.

Es sei denn wir finden ein zweites Gazprom oder einen zweiten Abramovic.

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

21.11.2006 23:56
#11 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Zitat von dschwalli
Das mit der bescheidenden Integration von Jugendspielern in den A-Kader nervt mich auch schon seit Jahren an. Da hat man seit Ewigkeiten eine Jugend, die zu den Top-5 in Deutschland gehört und wie oft hat es mal einer aus der Bayer-Jugend in den Profikader oder sogar in die Nationalmannschaft geschafft? Letzteres hat glaube ich nur Knut Rheinhardt vollbracht. Da sind uns Bremen, aber v. a. der VfB und Bayern Lichtjahre voraus.



Bin ganz Deiner Meinung. Nur eine kleine Ergänzung: Gonzalo Castro. Das macht natürlich Hoffnung. Aber so muss es weitergehen. Viel mehr eigene Jugend! Warum einen Madouni holen? Da kannst Du jeden aus der A-Jugend hinsetzen und er wäre eine Verbesserung!

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Gast
Beiträge:

22.11.2006 00:22
#12 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

In Antwort auf:
Warum einen Madouni holen? Da kannst Du jeden aus der A-Jugend hinsetzen und er wäre eine Verbesserung!


Gebe ich Dir 100% Recht, aber ausgerechnet Du, der größter Kritiker von JICB, forderst hier Innenverteidiger aus der eigenen Jugend? Im Ernst: Jeder ist mir lieber als Madouni, der kann ruhig Stürmer spielen, ist ja eh torgefährlicher als die Stürmer ;-)

Und zu Castro:
Sehe ich auch als Hoffnungsträger, aber der ist ja auch wirklich vor 2 Saisons nur aus der Not heraus in die Mannschaft gekommen (so wie 87/88 Seckler und Hielscher). Nur, dass der tatsächlich a) das Potential und b) den Willen hat, was zu reißen.

Mal sehen, was noch so kommt. De Witt? Vor ca. 1 Jahr hieß es auch, der Köse (heißt der so?) wäre das größte Bayertalent seit Günther Drews (noch so eine Erfolgsstory aus der Bayer-Jugend. Obwohl: Der ist tatsächlich fast die größte Erfolgsstory nach Knut R., was einem die Tragik der Sache erst so richtig vor Augen führt). Und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsthema:

Nein es geht nicht um die 5,5 Mio. für Kießling (Klose hat letzte Saison genauso viel gekostet) oder um Herrn Barbarez (da glaube ich nämlich, dass so ein Spielertyp als Person hier längst überfällig war, aber er passt nicht ins System...welches System?), sondern um den Herrn B. mit der Nr. 1 auf dem Rücken. Ich habe schon letzte Saison die Vertragsverlängerung nicht verstanden und auch nicht, wieso der Herr S. in der Winterpause nicht auf den Adler gesetzt hat, der zusammen mit Rensing sicher das größte Potential in Deutschland hat. Ok, man kann jetzt sagen, Adler und Fernandez sind verletzt und ohne Herrn B. hätte Dormesch (oder wie immer er heißt) gegen Bayern und Nürnberg spielen müssen.

Aber mal ehrlich: Selbst ein Zauberbühler hätte nicht schlechter gehalten als der Herr B. in diesen beiden Spielen. Da sieht man 90 Minuten in Nürnberg ein Spiel, bei dem die Feldspieler fast das Niveau des Stuttgart-Grusel-Kicks unterbieten und trotz des Patzers von Herrn B. beim 1:1 hat man eigentlich einen Punkt sicher. Und dann? Dann kommt dieser Schmalspurversuch eines Torhüters und macht etwas, was er besser beim 2:2 der Bayern versucht hätte: Er will eine Flanke abfangen, die am 11m-Punkt noch 2m über ihn hinwegsegelt und der Herr Saenko sagt danke. Der versucht doch sonst nie, eine Flanke abzufangen.

Mann Mann Mann, was könnt ich mich über den aufregen. Dabei hatte der wider meiner Erwartung bis auf das 3. Stuttgarter Tor die Saison über sogar ganz passabel gehalten. Aber der hält immer nur dann vernünftig, wenn es eh für die Mannschaft sinnlos ist. Spiele, die er mal praktisch im Alleingang für Bayer gewonnen hat, kann ich an 1 Finger abzählen (in Gladbach vor 3 Jahren). Und es tut mir leid, eine Spitzenmannschaft (und das will der Bayer nach eigenem Anspruch ja sein) braucht auch einen Keeper, der mal ein Spiel gewinnt und sich die Auszeiten nimmt, wenn es nicht stört, z. B. bei einem 4:3-Sieg oder so. Und wenn man dann oben mal endlich einsehen würde, dass man eben keine Spitzenmannschaft ist, wieso dann nicht mal einen Adler bringen? Kostet 1,5 Mio weniger im Jahr, die man wieder für einen vernünftigen Innenverteidiger investieren könnte, so dass der Torwart erst gar nix zu tun hat.

Aber es bringt ja alles nix. Solange HH und der Ruuudi das Sagen haben, bleibt Skibbe und auch mit keinem anderen Trainer dieser Welt wird sich dauerhaft was ändern. Als Bayer-Fan geht man schweren Zeiten entgegen, die man seit Anfang der 90er eigentlich hinter sich glaubte.

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

22.11.2006 00:52
#13 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Was ist denn JICB überhaupt? Du wolltest doch, dass ich die Frage stelle, oder?

Es muss nicht nur Butt weg, sondern all die Nulpen, die weit hinter dem zurück bleiben was sie können. Das ist ein großer Teil des Kaders. Her müssen Leute, die etwas bewegen wollen. Leute vom Schlage eines Gonzalo Castro: Jung und dynamisch.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sage: Ramelow darf auch bleiben. Der will auch noch was bewegen. Der kämpft wie kein anderer im Team. Mann, hab ich früher über den geschimpft!

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Die Wirklichkeit ist ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt.

dschwalli Offline

Strebsamer Geist



Beiträge: 188

22.11.2006 01:50
#14 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten
In Antwort auf:
Was ist denn JICB überhaupt? Du wolltest doch, dass ich die Frage stelle, oder?


Ne ne, eigentlich habe ich an Deine Intelligenz geglaubt Jan-Ingwer Callsen-Bracker natürlich.

Zum Rest Deines Posts:

Volle Zustimmung, auch wenn ich bei Ramelow bezüglich der Leistungsfähigkeit weiter meine Zweifel habe, aber er ist der einzige, der den Finger in die Wunde legt und mal Tacheles redet. Ja, sein Einsatz ist auch vorbildlich, aber der von Schneider auch (und über den habe ich früher immer geschimpft).

Jetzt muss ich aber erst mal ins Bett, genug aufgeregt für...gestern ;-)

Gute Nacht

Wieso ist mein Post davor eigentlich blank, also ohne meinen nicknamen?

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

22.11.2006 08:22
#15 RE: ich dacht, das wär in trocknen tüchern - pustekuchen Antworten

Zitat von dschwalli
In Antwort auf:
Was ist denn JICB überhaupt? Du wolltest doch, dass ich die Frage stelle, oder?

Ne ne, eigentlich habe ich an Deine Intelligenz geglaubt Jan-Ingwer Callsen-Bracker natürlich.
Zum Rest Deines Posts:
Volle Zustimmung, auch wenn ich bei Ramelow bezüglich der Leistungsfähigkeit weiter meine Zweifel habe, aber er ist der einzige, der den Finger in die Wunde legt und mal Tacheles redet. Ja, sein Einsatz ist auch vorbildlich, aber der von Schneider auch (und über den habe ich früher immer geschimpft).
Wieso ist mein Post davor eigentlich blank, also ohne meinen nicknamen?


JICB - da hätte man drauf kommen können . Klar sehe ich den auch kritisch. Aber schlechter als Madouni ist er nicht.
Mir gefällt bei Ramelow vorwiegend die Leistungsbereitschaft und der Einsatz. Wurde ja auch schon durch zwei (wichtige!) Saisontore belohnt in seinem Fall.

Warum der Nickname blank ist? Keine Ahnung. Bist Du Dir sicher, dass Du eingeloggt warst?

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