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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 182 mal aufgerufen
 Empfehlungen (... oder auch nicht)
Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

14.11.2006 19:50
Neger, Neger, Schornsteinfeger antworten

Habe heute dieses Buch ausgelesen:



Eine absolute Empfehlung! Jahrelang stand es bei mir im Regal. Stevie hatte es mir einst geschenkt. Und jetzt habe ich mich erbarmt und ich habe es keinesfalls bereut.

Die Geschichte eines farbigen Jungen, der 1926 in Deutschland geboren wurde und seine Kindheit und Jugend in Nazideutschland verbrachte. Dieses Buch bietet keine Schwarzweißmalerei der gesellschaftlichen Verhältnisse in Nazideutschland. Es zeigt vielmehr wie wenig durchschaubar und berechenbar der rassistische Terror war. Der äußere Schein verriet nicht viel über das Gut und Böse in den Menschen: Äußerlich stramme Nazis begegneten dem Autor sehr herzlich und wohlwollend. Die "lieben Nachbarn" von nebenan erwiesen sich als üble Brut.
Nichts in diesem Buch scheint geschönt und ebenso nichts dramatisiert. Ein Buch über Angst, Demütigung und dem Wunsch nach Anerkennung (der Autor hatte keinen sehnlicheren Wunsch als in die Hitlerjugend und später in die Wehrmacht zu kommen!). Und diese Geschichte endet nicht mit Kriegsende.

Ein überraschend anderes Buch zu diesem Thema.

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Die Wirklichkeit ist ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt.

superwotan Offline

Erleuchteter

Beiträge: 1.206

15.11.2006 08:44
#2 RE: Neger, Neger, Schornsteinfeger antworten
lief doch im tv oder? war der nicht mit veronica ferres als mutter? die hat doch sogar irgendwo beinem interview geheult, weil sie über den film reden sollte...
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"Wenn einer nen dicken Haufen legt, dann kann ich nicht sagen: Mhhmm, das ist ja mal lecker Schoko-Pudding!"

Bernd Offline

Erleuchteter


Beiträge: 1.794

15.11.2006 08:56
#3 RE: Neger, Neger, Schornsteinfeger antworten

Ja, das war der Film. Den hatte ich mir extra nicht angeschaut, weil ich das Buch doch hatte. Er hat mich daran erinnert, dass ich das Buch noch lesen muss.

Das Buch ist an sich gar nicht zum Heulen. Es macht eher Mut - in dem Sinne: Es gibt immer und überall und unter allen Umständen noch gute Menschen. Massaquoi wird da nie einseitig.

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Die Wirklichkeit ist ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt.

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